11. November – Martinstag (Bischof Martin von Tours)

Proprium

Spruch des Tages

Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40b)

Predigtjahrgänge

  1. Jes 58,6-11 (AT)
  2. Mt 25,31-40 (EV)
  3. 2 Kor 8,7-9 (EP)
  4. Jes 58,6-11
  5. Mt 25,31-40
  6. 2 Kor 8,7-9

Lieder des Tages

  • EG 154 Herr, mach mich stark im Mut, der dich bekennt
  • EG.E 27 Die Heiligen uns weit voraus
  • Alternativ EG+ 80 Gib uns Ohren, die hören

Psalm

Ps 146,1-10

Liturgische Farbe

Weiß

Gebete

  • Variante 1: Kyrie, Gloria, Tagesgebet

    Hinführung zum Kyrie

    Einleitung
    Die Legende von Sankt Martin erzählt: Es geschah an einem Wintertag, dass Martin durch das Tor von Amiens ritt. Dort begegnete ihm ein Bettler, der war nackt und hatte noch von niemandem ein Almosen empfangen. Da verstand Martin, dass von ihm dem Armen sollte Hilfe kommen. Er zog sein Schwert und schnitt seinen Mantel in zwei Teile, und gab die eine Hälfte dem Armen. Die andere Hälfte legte er sich selbst wieder um. (Nach der „Legenda Aurea“, Ökumenisches Heiligenlexikon)

    Gebet
    „Da verstand Martin, dass von ihm dem Armen sollte Hilfe kommen.“
    Gott, um dieses Verstehen bitten wir dich,
    damit wir erkennen, wann wir helfen können.
    Wir bitten: Kyrie eleison

    Hinführung zum Gloria

    Gott spricht:
    Wenn du einen nackt siehst und ihn kleidest,
    wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt,
    dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen.
    Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle,
    der es nie an Wasser fehlt. (nach Jes 58,6-11)

    Tagesgebet

    Gott, du machst uns reich an Möglichkeiten.
    Öffne unsere Augen, unseren Verstand, unser Herz für alle,
    denen es schlecht geht!
    Hilf uns teilen!
    Das bitten wir im Namen von Jesus Christus,
    der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schafft
    heute und in Ewigkeit.

  • Variante 2: Kyrie, Gloria, Tagesgebet

    Hinführung zum Kyrie

    Gott, es gibt Ungerechtigkeit.
    Immer und überall.
    Ich kann nicht allen helfen.
    Ich fühle mich überfordert.
    Zeig mir, was ich tun kann!
    Kyrie eleison

    Hinführung zum Gloria

    Gott schenkt uns ein Herz, das mitfühlen kann.
    Gott schenkt uns Möglichkeiten, die wir teilen können.
    Gott liebt die Gerechten. Ehre sei Gott!

    Tagesgebet

    Darum bitte ich dich, Gott:
    Sehen können, wo jemand meine Hilfe braucht.
    Im richtigen Moment den richtigen Einfall haben,
    womit ich helfen kann.

  • Eingangsgebet für die einfache Form

    Jesus Christus, du sagst:
    „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Geschwistern,
    das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40b)
    Oft überfordert mich das.
    Ich kann nicht allen helfen.
    Und manchmal weiß ich auch nicht, wie.
    Was bringen die paar Euro, die ich einem Obdachlosen gebe?
    Jesus Christus, du sagst:
    „Was ihr getan habt einem“.
    Ich kann nicht allen helfen,
    aber einem oder einer.
    Ich muss nicht alles geben, aber etwas.
    So wie Sankt Martin nicht den ganzen Mantel dem Bettler geschenkt hat,
    sondern ihn geteilt hat.
    Jesus Christus, darum bitte ich dich:
    Ich will sehen, wer meine Hilfe braucht
    und was ich teilen kann.

  • Fürbitten

    (nach Ps 146 und Mt 25,31-40)

    Jesus Christus, wir bitten für alle, die Hunger haben.
    Speise sie!
    Kurze Stille

    Wir bitten dich für alle, die Durst haben.
    Gib ihnen zu trinken!
    Kurze Stille

    Wir bitten dich für alle, die nicht genug anzuziehen haben.
    Kleide sie!
    Kurze Stille

    Wir bitten dich für alle, die krank sind.
    Sei bei ihnen!
    Kurze Stille

    Wir bitten dich für alle, die Gewalt leiden.
    Schaffe ihnen Recht!
    Kurze Stille

    Wir bitten dich für alle, die niedergeschlagen sind.
    Richte sie auf!
    Kurze Stille

    Wir bitten für alle, die fremd sind.
    Behüte sie!
    Kurze Stille

    Wir bitten dich für uns:
    Gib uns Kraft, wenn wir anderen helfen!
    Und sei bei uns, wenn wir selber Hilfe brauchen!
    Wir bringen in der Stille vor Gott, für wen wir bitten wollen.

    Stille